Die Sternenwanderung zum Ödland

am 19. Mai 1955 (Himmelfahrt)

Dicke Regenwolken jagten am Himmel entlang. Es hatte stark geregnet. So starteten wir 09:15 bei ehe schwacher Beteiligung. Sobald uns der Wald aufgenommen hatte, waren wir alle Schuler unseres Revierförster Harth, der es in interessanter Weise, gemischt mit urwüchsig bayerischen Humor, verstand, uns den Wald zu erklären. Seien es die verschiedenen Bäume, die  Forstkulturen  oder die Tiere. Wir lernten viel und jeder war dankend dafür.

Die Felsenhütte bot einen Blick in das mehrere 100m senkrecht unter uns verlaufende Wehratal. Die unmittelbare Umgebung ist Naturschutzgebiet.

Im Regen ging's um den Hornberg herum  und so erreichten wir 13:00 Ödland. Die stärker vertretene Ortsgruppen Säckingen und Rheinfelden waren schon da. Ein prächtige Blick bot sich nach Norden: Hochkopf, Herzogenhorn, Höchenschwand

Forstmeister Schmieder aus Säckingen richtete einige Worte an die ca. 50 Anwesenden. Das Wetter hatte sich gemacht. Wir könnten uns ins Grüne setzen und dem Magen etwas zukommen lassen.

Dann zerrennten sich wieder die Gruppen. Wir ließen uns im Jägerstuble in Hornberg nieder.

Zum Rückweg wählten wir über Atdorf zum Segelfluggelände, wo gerade Hochbetrieb war. Dann ging's den Fußweg Hütten - Wehr abwärts. 18:30 am Ziel.

Ein wohl ausgenutzter Tag!

 

Zeitingsbericht von 1955

Die Sternenwanderung zum Ödland

Die Sternwanderung des Schwarzwaldvereins am Himmelfahrtstag zur Ödland Kapelle was eine die Mühen reichlich lohnende Angelegenheit. Der Fußmarsch über Steinegghütte, über dem Mühlgraben, den Winterhaldenpfad und die alte Landstrasse bis in die Gegend der "Mühle im Schwarzwald" war sehr anregend in der frischen Höhenluft und bei herrlicher Sicht.

Daneben gab es gelegentlich auch kurzer Graupelschauer. Die Körner im Wald rund um Ödland hatten Taubeneiergröße erreicht. Immerhin befand man sich auch über tausend Meter hoch.

Auf der Ödlandkapelle trafen die Säckinger mit den Ortsgruppen Rheinfelden und Todtmoos zusammen. Die Ansprache von Forstmeister Schmieder was der Stunde angepasst. Die anderen Gruppen schlossen sich den Säckingen an und erlebten gemeinsam den Rückmar Basler Hütte und Ewaldweg nach Wehr. Im Bannwald einem ausgedehnten Naturschutzgebiet, gab es für die Unentwegten noch Gelegenheit mit Forstermeister Schmiede kühne Kletterübungen an den Kaiserfelsen zu machen.

 

Zurück