Hochalpines Flair um die Keschhütte
Dass es hochalpin ist zeigte uns die Gewitterfront kurz nach dem Nachtessen. Regen prasselte an die Fenster und die Türe nach außen drückte der Wind zu.
Uns störte das wenig, wir waren längst in der schützenden Keschhütte angekommen. Beim Anstieg war es sogar heiß – so heiß dass einige die Abkühlung im Lai-da-Ravegs suchten. Der Bergsee war nicht nur kalt, sondern sehr kalt.
Der zweite Tag meinte es nicht so gut mit uns. Nach dem Frühstück und einer Stunde Aufstieg in Richtung Gipfel kam der Regen. Wir mussten umdrehen und unser Gipfelziel „Piz Forun“ von unten anschauen. Schade.
Es folgte der Talabstieg im Regen. Schon bei der Schlusseinkehr in der gemütlichen Alpwirtschaft drückte die Sonne durch.
Der Weiler „Chanz“ war unser Startpunkt, er liegt 7km hinter Bergün. Irgendwo zwischen Davos und dem Albulapass. Ohne Handyempfang ein echtes Offline-Gebiet. Die Häuser sind nur im Sommer bewohnt, ab Oktober ist dort Winterruhe. Auf 1800m kommt garantiert der Schnee und wegen der steilen Hänge herrscht Lawinengefahr. Die Schuttberge neben der Straße und die provisorischen Schotterwege lassen erahnen, wie gefährlich diese Straße im Winter ist.
Wir, die 20 Teilnehmer, waren beeindruckt von den entlegenen Tälern in einem einsamen Teil der Alpen, da wo man nicht so oft hinkommt.
Danke an Clemens, unseren Guide und Organisator